Bericht 1: Reiseplanung Ecuador

Erinnerungen an Ecuador

30. Mai 2016

Ich heiße Konstantin Bikar, bin 61 Jahre jung, einer der Gesellschafter/Geschäftsführer der BIKAR-METALLE Gruppe, einem mittelständischen Familienunternehmen mit Hauptsitz in Bad Berleburg. Eigentlich war schon alles klar. In diesem Jahr sollte mein Flieger nach Chile gehen um dort meinen Urlaub zu verbringen. Mein Hobby ist die Landschaftsfotografie und dieses südamerikanische Land wäre genau das Richtige auf meiner Liste gewesen. Doch am 16. April. 2016 sollten sich meine Pläne abrupt ändern.

Kurzer Rückblick ins Jahr 2009 (Erinnerungen)

Im Jahr 2009 reiste ich zum ersten Mal nach Ecuador und Galapagos. Das kann ich jedem nur empfehlen, der das Außergewöhnliche sucht. In Quito lernte ich den deutschsprachigen Reiseführer Luis Alfredo Gomez kennen. Fast 14 Tage zogen wir beide durch die Gegend und Luis zeigte mir dabei seine wunderschöne Heimat. Ich stand auf der Äquatorlinie, mit einem Fuß im Norden und dem anderen im Süden der Erdkugel, sah herrliche, wildblühende Pflanzen am Wegesrand und in den Nebelwäldern. Kleine, flinke Kolibris holten den Nektar aus den Blüten ohne auch nur einen Millimeter von der Stelle zu weichen und Schmetterlinge, so groß wie zwei Handteller. Besonders fasziniert hatten mich die gewaltigen Vulkane, welche die Hauptstadt Quito umgeben wie dem 4.784 m hohe Pichincha (der Hausberg von Quito) oder dem majestätischen, schnee- und eisbedeckten Cotopaxi, mit 5.897 m einem der höchsten Vulkane der Erde. In Mindo besuchte ich die Familie von Luis und es bahnte sich eine Freundschaft an. Ich war beeindruckt von der Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit dieser Menschen. Ich könnte noch Stunden über diese schöne Zeit schreiben – um es jedoch kurz zu machen: „Ecuador ist wirklich eine Reise wert.“

Zurück ins Jahr 2016

Als am 16. April 2016 die Erde in Ecuador bebte, machte ich mir große Sorgen um meinen Freund Luis Alfredo Gomez und dessen Familie, die in einem kleinen, verträumten, 2.300 Seelenort in der Nähe von Quito leben. Ich hatte Luis direkt kontaktiert um mich zu erkundigen, wie es ihnen gehe. Gott sei Dank konnte er Entwarnung geben. Ihm und seiner Familie ist nichts passiert. Doch die Stärke des Bebens von 7,8 auf der Richterskale versetzte alle in Angst und Schrecken. Er hatte so etwas noch nie erlebt. Schon öfter bebte die Erde in Ecuador. Das Land liegt auf dem „Pazifischen Feuerring“, an der Grenze zwischen „Nazca-Platte“ und der „Südamerikanischen Platte“. Auf meine Frage, wie ich helfen könne, gab mir Luis die Kontaktdaten von einem kleinen Verein namens viSozial, der in Berlin seinen Hauptsitz hat. viSozial ist eine Institution, die überwiegend aus ehrenamtlichen Helfern besteht und sich direkt vor Ort für die Menschen einsetzt.

Das Unternehmen Bikar Metalle und ich haben direkt, jeweils eine 4-stellige Summe dorthin überwiesen. Dann fragte ich die hiesige Presse, ob sie evtl. auch Berichte über das Beben publizieren würden. Man sagte sofort Unterstützung zu. Leider erschienen die Artikel nicht überregional. Die Redakteure meinten, „wenn jemand vor Ort wäre und Berichte schreiben würde, dann könnte das auch überregional erscheinen!“. Das waren für mich die ausschlaggebenden Worte um meine Reise nach Ecuador, statt nach Chile, zu buchen.

Am 09.06.2016 geht um 07:00 h mein Flug mit KLM von Frankfurt/Main nach Amsterdam und von dort aus weiter bis nach Quito. Am 11.06.2016 werde ich dann mit Tom Jungh, (Projektleiter von viSozial/Ecuador) in das Krisengebiet fahren und versuchen, Berichte über die aktuelle Situation sowie die Arbeiten der Institution auf meiner Homepage einzustellen.
Weitere Berichte werden also folgen. Bis dahin,

Grüße (noch) aus Bad Berleburg
Konstantin Bikar

E-Mail: ecuador@bikar.photo

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