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Canoa – ein Ort, den es nicht mehr gibt

Es sollten Tage werden, die Konstantin Bikar nie vergessen wird. Mit der Hilfsorganisation viSozial reiste er vom 10. bis zum 12. Juni in das vom Erdbeben zerstörte Gebiet an der Westküste von Ecuador. Der Ort Canoa war vor dem 16. April ein traumhaftes Urlaubsparadies mit herrlichem Strand, kleinen Hotels, Bars und Restaurants. Doch innerhalb von ein paar Sekunden änderte sich alles. Als die Erde bebte, stürzten Häuser ein, über 120 Menschen starben allein in diesen Ort, viele wurden verletzt, fast alle haben ihr Heim, Hab und Gut sowie ihre Existenz verloren. Der Ort und die Umgebung werden geprägt von vielen blauen, einfachen Zelten mit teils schrecklichen hygienischen Zuständen. Canoa, wie es einmal war, gibt es nicht mehr. Konstantin Bikar hat mit vielen Menschen sprechen können. Sie erzählten ihm von den Grauen an diesem schrecklichen Tag. Eine junge Mutter war zufällig mit ihrer Tochter auf der Straße, als vor deren Augen ihr Haus zusammenstürzte. Sie hatten es glücklicherweise überlebt. Im Nachbargebäude starben zeitgleich sechs Menschen. Ein altes Ehepaar berichtete, wie sie ihre Tochter und die Enkelin mit bloßen Händen unter dem Schutt ausgruben. Beide waren tot. „Ich werde diese schrecklichen Bilder und die Worte nie vergessen“, so Konstantin Bikar. Doch bei all dem Leid hat er auch Hoffnung und Aufbruchsstimmung gesehen. Diese Menschen wollen in ihrer Heimat bleiben und von vorn anfangen. Doch es wird noch viele Jahre dauern, bis alle Menschen aus Canoa wieder ein festes Dach über dem Kopf haben.

Mit viSozial besuchte er einige dieser Notunterkünfte. Die Organisation hilft Kindern in Not. Für ein paar Stunden haben diese Mitarbeiter den Menschen Freude und Hoffnung geschenkt. Über 260 Kindern wurden Bücher, Hefte, Buntstifte, Lineale und andere Dinge übergeben, die für schulische Zwecke nützlich sind. Doch leider wird es lange dauern, bis man solch eine Aktion wiederholen kann, da viSozial ausschließlich von Spenden lebt. „Ich wollte vor Ort sehen, was mit den Spendengeldern geschieht“, so Bikar. Fast alles wurde für diesen Einsatz ausgegeben. Es gibt keine  überorganisierten Büros, auch auf Werbung wird verzichtet. Lediglich der Internetauftritt wird von den eigenen Mitarbeitern gepflegt. Vieles muss improvisiert werden. Doch letztlich steht dahinter aber ein voll organisierter und gut durchdachter Plan.

Das Beben in Ecuador ist schon lange in Vergessenheit geraten. Die Menschen in dem Gebiet werden noch Jahre brauchen, bis sie wieder ein normales Leben führen können. Konstantin Bikar wollte mit seinem Bericht, noch einmal an das Leid dieser Menschen erinnern. Er bittet um Hilfe für viSozial, damit das Lachen in den Augen der Kinder nicht verloren geht.

Wenn Sie auch helfen wollen:

www.visozial.org

Spendenkonto:
IBAN: DE 527 008 000 008 560 894 00
BIC: DRESDEFF700
Verwendungszweck: Nothilfe Erdbeben Ecuador

Jeder Betrag zählt!
Vielen Dank.